Meine Motivation

Ich begeistere mich mein Leben lang für Tiere und die Beobachtung ihres Verhaltens, dabei haben es mir immer schon Hunde besonders angetan. Vor über 10 Jahren hat mich mein Weg ins Tierheim in Vösendorf geführt, wo ich mich als Patin für verschiedene Hunde engagiert habe. Es kam wie es kommen musste und mein letzter Patenhund Timmy zog bei mir ein. Damit begann eine überaus spannende - mal freudige, mal auch sehr anstrengende - Reise. Timmy hat sich nach einer kurzen Eingewöhnungszeit als durchaus verhaltensauffällig hervorgetan, weil er mit seiner Umgebung schwer überfordert und darüber hinaus gesundheitlich angeschlagen war. 
Für mich kam es nie in Frage, das aus meiner Sicht unerwünschte Verhalten (aus seiner Sicht war sein Verhalten ja natürlich sinnvoll) das auf Angst und Unsicherheit basierte, über aversives Handling zu unterdrücken. Mir war es viel wichtiger, eine verlässliche Sozialpartnerin für meinen Hund zu sein. Damit begann mein Weg mich intensiv mit den Ursachen für Verhalten, den Bedürfnissen von Hunden und dem Aufbau von Alternativverhalten unter Anleitung von bedürfnisorientierten Trainerinnen auseinander zu setzen. 
Im Laufe der Jahre und nach vielen Aha-Erlebnissen und Erfolgen wuchs dann der Wunsch, selbst Menschen, die sich Unterstützung im Umgang mit ihrem Hund wünschen, weiterzuhelfen. Gedacht getan, habe ich mich für die Ausbildung zur angewandten Hundetrainerin nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, bedürfnis- und bindungsorientiert, entschieden. 
Ich halte es für unsere ethische und moralische Pflicht als Menschen, unsere Hunde möglichst freundlich durch die von Menschen für Menschen gemachte Welt zu führen. Besonders wichtig sind mir hierbei folgende drei Säulen:

Copyright Bild: Tibor Rauch Fotografie

Freude am Miteinander

Warum wünschen sich viele Menschen einen treuen 4-beinigen Freund? Wohl nicht um ihn zu beherrschen oder in einem dauerhaften Konflikt von "tu dies nicht - tu jenes nicht" zu leben. Hunde sind tolle Sozialpartner für uns Menschen, wenn wir uns für ihre Bedürfnisse und ihr Ausdrucksverhalten interessieren und sie immer besser verstehen lernen. Das Zusammenleben soll uns und ihnen Freude machen - dann steht einer wunderbaren Freundschaft nichts mehr im Weg.

Wertschätzung

Wir wünschen uns privat wie beruflich alle Wertschätzung für unser Tun, warum sollte das beim Hund anders sein? Wenn ein Hund Verhalten zeigt, weiß er zu Beginn noch nicht was wir davon halten, bzw. wird er es nicht dauerhaft zeigen wenn es sich nicht lohnt. Darum gilt, erwünschtes Verhalten muss sich aus Sicht des Hundes auszahlen. Welche Belohnung in welcher Form wie verstärkend wirkt ist individuell vom Hund und dem Kontext abhängig.

Selbstwirksamkeit

Wir Menschen bestimmen, ob ein Hund einzieht, wie sein Tagesablauf aussieht, wohin es Gassi geht und was sonst noch am Plan steht. Dabei bleibt die Selbstwirksamkeit und das damit einhergehende Selbstvertrauen unserer Hunde teilweise auf der Strecke. Dabei ist es so spannend und schön zu beobachten, welche Seiten ein Hund zeigt bzw. wie glücklich und selbstsicher er sein kann, wenn er auch eigene Entscheidungen treffen darf und diese honoriert werden.

Meine Aus- & Weiterbildungen

  • März 2022: Verhaltenstherapie Block 3 mit Dr. Ute Blaschke-Berthold 
  • Juli 2022: Mantrailing Trainerinnen Zusatzqualifikation (Theorie) mit Harmke Horst
  • September 2022: erfolgreiche Abschlussprüfung zur angewandten Hundetrainerin bei AHT - angewandtes Hundetraining
  • Winter 2022/23: CumCane Winterkurs "Suchaufgaben für Hunde mit Etiketten" mit Dr. Ute Blaschke-Berthold 
  • Winter 2022/23: Master Course - Aggression in Dogs mit Michael Shikashio (ongoing)
  • März 2023: Die neue Welt der Epigenetik - Wie Hunde werden was sie sind mit Dr. Peter Spork
  • Mai - August 2023: Canine Reset: Neustart für Hunde wenn nichts mehr geht mit Katrien Lismont